Freitag, 5. August 2022

The way I break

 



Autorin: Nena Tramountani 

Verlag: Penguin

Seitenzahl: 496 Seiten

Zeitraum: 01.08. - 05.08. 

Bewertung: 3,5 Sterne

Band 1 von 3



Inhalt:

Trotz ihrer erfolgreichen Karriere als junge Starköchin will Victoria nur noch weit weg von London – und von ihrem manipulativen Freund. Kurzerhand flieht sie in die idyllische Hafenstadt Goldbridge, wo ihre Mutter einst im Sternerestaurant Prisma arbeitete. Victoria will endlich verstehen, warum ihre Mum sie für diesen Ort und ihre Karriere verließ, und nimmt dort unerkannt einen Kellnerjob an. Doch in dem Versuch, ihre Sorgen in Alkohol zu ertränken, gibt sie einem attraktiven Fremden zu viel Intimes über sich preis – ohne zu ahnen, dass Julian einer der Söhne der Restaurantinhaber ist. Und er besitzt die Frechheit, Victoria einen Vorschlag zu machen: Er behält das Geheimnis ihrer wahren Identität für sich – wenn sie ihm Nachhilfe beim Kochen gibt. Victoria kann sich nicht erklären, warum dieser unverschämte Deal eine Flamme in ihrem Herzen entzündet … 


Meine Meinung:

Ich habe mich unfassbar doll auf dieses Buch gefreut, da ich die Soho-Love-Reihe von Nena so gerne mochte und ich so cool fand, dass hier auch das Kochen eine große Rolle spielen würde. 

 

Nenas Schreibstil war so gut wie immer, er hat sich super flüssig gelesen und stecken viele Emotionen darin. Nicht nur ist er super mitreißend, sodass ich wieder in kurzer Zeit das ganze Buch verschlungen habe, sondern auch sehr bildlich, was es mir leicht gemacht hat, in das Setting der Geschichte einzutauchen. Besonders das Restaurant fand ich einfach wundervoll, der Ort selbst war super schön beschrieben, doch besonders die Gefühle, die die Charaktere mit ihm verbinden, haben ihn nochmal schöner gemacht. Dadurch war die Atmosphäre darin echt traumhaft, es war ein Ort voller Zusammenhalt, an dem man sich willkommen fühlt. 

 

Victoria ist auf der Flucht, vor ihrem alten Leben und der Beziehung mit ihrem toxischen Freund. Dabei begleiten sie so viele Emotionen, die mich besonders am Anfang auch mitnehmen konnten. So war diese Veränderung in ihrem Leben zwar plötzlich, doch absolut nachvollziehbar, da sie lange gebraucht hat, um sich aus diesem Gefängnis zu befreien. Sie trägt viele Narben auf ihrer Seele, muss ihr Selbstbewusstsein Stück für Stück wieder zurückgewinnen und braucht einfach die Kontrolle. Sie möchte ihr Leben wieder selbst bestimmen, nachdem nicht nur ihr Freund sondern auch ihre Eltern nicht für sie da waren, sondern sie eher ausgenutzt und runtergemacht haben. Ihre Liebe zum Kochen, die sie auch nach und nach wieder auf ihre Weise lebt, war sehr spürbar. Sie macht sich auf einen langen Weg, beginnt sich zu befreien von all der seelischen Last und auch wenn natürlich nicht alles direkt weg ist, so ist sie dabei, sich selbst wieder zu finden. 

Julian nimmt sehr viel auf sich und arbeitet hart, um seine Familie bestmöglich zu unterstützen, auch wenn dort vieles nicht super läuft. Er tut aber sein Bestes, auch wenn er selbst darin untergeht. Es war so schön, wie er das Kochen auf seine Weise geliebt und es mit Tori zusammen noch besser gelernt hat. Dazu ist we ein sehr einfühlsamer Charakter, der zuhört und versucht zu verstehen, auch wenn er es nicht wirklich verstehen kann. 

Darcy war mein liebster Charakter in der Geschichte. Sie war unfassbar offen und liebevoll, hatte immer ein offenes Ohr und hat alles gegeben, um zu helfen. Dabei hat sie auch ihre eigenen Probleme, doch ist sie immer da und habe ich mich bei ihr total wohl gefühlt, weshalb ich mich riesig auf ihre Geschichte freue. 

Und auch Echo mochte ich super gerne, da ich glaube, dass noch viel in ihr steckt.

 

Erst fand ich die Liebesgeschichte super schön, die erste Begegnung von Julian und Victoria war einfach super besonders und voller Leichtigkeit. Auch das Näherkommen danach war sehr schön, danach konnte die Beziehung mich aber weniger überzeugen. Die beiden waren füreinander da und war es bis zu einem gewissen Grad noch verständlich, doch war mir Julian dann irgendwie zu unterwürfig bzw. ist gar nicht mehr so wirklich für sich eingestanden. Das lag auch an einigen Formulierungen, die ich echt seltsam fand. Dadurch konnten mich Tori und Julian zusammen nicht ganz umhauen. 

Auch die Freundschaft zwischen Darcy und Julian sollte super intensiv und besonders rüberkommen, doch war sie mir teilweise echt zu übertrieben. 

Nena behandelt wieder wichtige Themen in dieser Geschichte und geht auch sensibel damit um. Doch muss ich sagen, dass es mir besonders gegen Ende sehr schwer gefallen ist, Tori zu verstehen. Es war nicht zu oberflächlich, das nicht, und wenn man nicht selbst in der Situation war, wird man das wohl nie ganz verstehen können, doch hätte ich es wenigstens gerne im Ansatz nachvollziehen können, so wie es bei anderen sensiblen Themen eigentlich oft ist. Mir haben einfach die Emotionen gefehlt, die mich da erreicht und dann das geschafft hätten. Es nicht unbedingt zu verstehen, aber zu fühlen. 

Die Handlung selbst fand ich echt cool, das Kochen habe ich total geliebt, da es auch eine große Rolle in der Story einnimmt. Dann die Probleme mit den Eltern, Julians Brüder, Echo und die Schwierigkeiten im Restaurant haben mehrere fesselnde Handlungsstränge entstehen lassen, die gut ineinander geflossen sind.

Manche Szenen gegen Ende waren ein wenig seltsam, sonst war das Ende ganz schön und ich freue mich auf die andern Bände, da ich Echo und Darcy geliebt habe.

 

Fazit: In „The way I Break“ warten ein wunderschöner Schreibstil, ein Restaurant, in dem man sich wohl fühlt, meist sympathische Protagonisten und noch liebenswertere Nebencharaktere und eine facettenreiche Story auf einen. Die Liebesgeschichte war für mich leider nicht ganz auf Augenhöhe, manches einfach nicht ganz nachvollziehbar oder hat mich emotional nicht erreicht. Doch freue ich mich sehr auf die anderen Bände, da ich deren Hauptcharaktere jetzt sehr geliebt habe.


Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. 

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