Freitag, 12. August 2022

Some mistakes were made

 



Autorin: Kristin Dwyer

Verlag: mtb 

Seitenzahl: 352 Seiten

Zeitraum: 08.08. - 12.08.

Bewertung: 3,5 Sterne

Einzelband





Inhalt:

Ellis und Easton waren unzertrennlich. Aber eine folgenschwere Entscheidung stellte Ellis' Leben und ihre Beziehung zu Easton auf den Kopf. Ellis musste ans andere Ende des Landes ziehen, weit weg von allem, was ihr vertraut war.

Jetzt hat sie ein Jahr lang nicht mit Easton gesprochen, und vielleicht ist es besser so. Vielleicht wird die Wunde heilen, die er in ihrem Herzen hinterlassen hat. Aber seine Familie holt sie für eine Feier zurück, und bald ist alles wieder da, was Ellis hinter sich gelassen hatte: das gebrochene Herz, der Verrat, die Wut ... und Easton, den sie nie aufgehört hat zu lieben.



Meine Meinung:

„Some mistakes were made“ hat mich echt neugierig gemacht und wartet hinter diesem hübschen Cover eine echt besondere und emotionale Geschichte, die einfach komplett anders war, als erwartet.  

 

Beim Lesen fällt direkt diese emotionale Atmosphäre auf, die dieses Buch umgibt. Dieses Gefühl von Traurigkeit, das die ganze Zeit präsent ist, ohne, dass etwas direkt etwas Schlimmes passiert. Es sind einfach Ellis Vergangenheit, ihre gebrochene Seele und die vielen Emotionen, die dafür sorgen, dass diese Atmosphäre mich die ganze Zeit begleitet hat. Den Schreibstil von Kristin Dwyer habe ich echt gerne gelesen, er hat mich trotz dieser Traurigkeit leicht durch die Seiten getragen. Er war einfach schön und hat einige Emotionen hervorgerufen, die auch den Charakteren Leben gegeben haben.

 

Ellis trägt eine gebrochene Seele in sich und hat so viel zu verarbeiten. In ihrer Vergangenheit ist viel passiert, mit dem sie noch zurechtkommen muss und das sie in viele Stücke gebrochen hat, die jetzt wieder zusammengesetzt werden müssen. Es fällt ihr schwer zu vertrauen und zu verzeihen, was dazu führt, dass sie sich zurückzieht, schweigt und auch zusammenbricht. Doch findet sie in diesem Prozess auch neue Hoffnung, macht sich selbst Eingeständnisse, ändert ihre Sicht auf manches und sieht vieles ein, dass sie vorher nicht wahr haben wollte. An vielen Stellen konnte ich Ellis nicht wirklich verstehen, habe mich gefragt, wieso sie das gerade wieder macht. Manchmal war es echt ein wenig anstrengend, doch hat ihre Vergangenheit auch viel erklärt und waren ihre Gefühle meist komplett greifbar.

Easton hat genauso mit einigem zu kämpfen, doch hat er ein großes Herz, das stark und treu liebt. Ich konnte seinen Schmerz verstehen, fand seine Texte super schön und konnte seine Art in den meisten Momenten gut nachvollziehen. Auch er reagiert manchmal über und macht Fehler, doch war er meist sehr sympathisch.

Ganz besonders geliebt habe ich aber Tucker und Dixon, genau wie ich auch Sandry echt gerne mochte.

 

Bei der Geschichte mochte ich unfassbar gerne, wie Gegenwart und Vergangenheit parallel gelaufen sind. In der Vergangenheit steckt auch viel Schmerz, doch noch viel mehr eine wunderschöne Freundschaft, die sich zwischen Ellis und Easton entwickelt und zu Liebe wird, so viel Familie, Stärke und Hoffnung. Und dann sieht man die Hürden die sich auftun, alles was schief läuft und zu der Gegenwart führt, die so voller Zerrissenheit, zerplatzter Träume, Enttäuschung, Schmerz, Wut und Chaos steckt. So entwickelt sich die Liebesgeschichte sehr langsam, das Zusammenfinden von Ellis und Easton ist das Ende eines Weges voller Zweifel, Misskommunikation und Schweigen. Stellenweise hatte ich das Gefühl, das etwas fehlt, dass die Geschichte so noch nicht vollständig sein kann und dass einfach noch der Faden fehlt, der alles verbindet. Es kam eine Erklärung, eine, die auf der einen Seite alles erklärt hat, aber auf der anderen Seite etwas zu schwach für mich war, wie ein Puzzleteil, das zwar in die Lücke passt, aber das Bild nicht vervollständigt. Das Ende war so passend, passend für die beiden und die Geschichte, doch ging es auch schnell, so schnell, dass es eigentlich doch nicht passt. Das Buch hat mich so echt etwas zwiegespalten zurückgelassen.

 

Fazit: „Some mistakes were made“ war so anders als erwartet, mit einer Atmosphäre voller Traurigkeit, einem schönen Schreibstil, einer gebrochenen Protagonistin, die so viel zu verarbeiten hat, drei wundervollen Nebencharakteren und einer Liebesgeschichte voller Chaos, Schweigen und zerplatzter Träume. Doch hat mir die wirklich passende Erklärung für all das Chaos gefehlt, etwas, dass mich völlig zufrieden und nicht so zwiegespalten zurückgelassen hätte. 


Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. 

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