Mittwoch, 31. August 2022

Never trust evil

 



Autorin: Mila Frei

Verlag: Selfpublishing

Seitenzahl: 362 Seiten

Zeitraum: 29.08. - 31.08.

Bewertung: 3,5 Sterne

Band 1 von 2



Inhalt

Ich habe nie an Monster geglaubt, bis du mir begegnet bist.

Dass ich mit siebzehn Jahren im Jugendarrest lande, hätte ich mir niemals vorstellen können.
Doch durch eine Verkettung unglücklicher Umstände sitze ich nun mit anderen kriminellen Jugendlichen auf einer riesigen Burg fest.
Bereits nach kurzer Zeit komme ich mir beobachtet vor, und dass mich mein Gefühl nicht täuscht, weiß ich spätestens, als er zum ersten Mal vor mir steht.
Plötzlich befinde ich mich in einem Chaos, dem ich nicht entkommen kann. Dinge, die unmöglich sind, spielen sich direkt vor meinen Augen ab.
Er sagt mir, dass er mich beschützt, und ich vertraue ihm.

Als ich merke, dass dies ein fataler Fehler ist, ist es zu spät.


Meine Meinung:

Ich habe schon ein paar Bücher von Mila Frei gelesen und mochte sie echt gerne, weshalb ich auch auf „Never Trust evil“ sehr gespannt war. Das Buch hat meine Erwartungen weder über- noch untertroffen, sondern war einfach total anders, als ich erwartet habe.

 

Milas Schreibstil mag ich total gerne, da er sich einfach super entspannt und schnell liest. Mit einer gewissen Leichtigkeit und einem schönen Humor, macht er es mir total einfach durch die Seiten zu fliegen. So bin ich auch durch dieses Buch wieder super schnell durchgekommen. Die Atmosphäre der Geschichte war echt außergewöhnlich, chaotisch und verwirrend, aber auch düster und geheimnisvoll, sodass es nicht leicht war, die Geschichte irgendwo einzuordnen.

 

Avery war eine besondere Protagonistin, die ich gerne mochte, die mich aber auch vor einige Fragen gestellt hat. In vielen Momenten war sie locker und entspannt, mit einem lässigen Humor und einer sympathischen Art. Und dann gab es auch die, in denen sie überreagiert, ihr die Situation über den Kopf steigt und sie selbst nicht versteht, was sie glauben soll. Ich wusste stellenweise wirklich nicht, was ich über sie denken soll, manches habe ich überhaupt nicht verstanden, aber mit ihr gefühlt, anderes war für mich weder nachvollziehbar, noch kamen ihre Gefühle bei mir an. So ist es mir eher schwer gefallen, eine Nähe zu ihr aufzubauen. 

Justin… wie unsympathisch kann jemand sein?! Auch wenn er wohl nicht sympathisch sein sollte, hätte ich ihn am liebsten aus dem Buch rausgeschmissen, weil er mich einfach abgenervt hat. 

Auch die anderen Charaktere haben mich vor viele Rätsel gestellt. Es gab kein Gut und Böse, kein Schwarz und Weiß, es gab viele Grau-Töne und auch viel Chaos. Bei vielen wusste ich echt nicht, was ich von ihnen halten soll, da die meisten mir weder richtig sympathisch, noch unsympathisch waren, sondern wenn einfach interessant. 

 

Die Ausgangslage der Story fand ich echt spannend und war ich neugierig, was auf Avery warten würde. Und das, was passiert ist, habe ich absolut nicht kommen sehen. Die meiste Zeit war ich tatsächlich einfach verwirrt und überfordert. Das, was geschehen ist, hat einfach keinen Sinn ergeben, doch hat genau das irgendwie auch Spannung mit sich gebracht. Ich war die ganze Zeit total neugierig darauf, wie Mila Frei das auflösen würde und wie alles zusammenhängt.  So habe ich beim Lesen gerätselt und versucht irgendeinen Sinn in diesem Chaos zu sehen. Stellenweise lag mir der Fokus tatsächlich ein wenig zu sehr auf der körperlichen Anziehung und dem Sex, da das für mich die Handlung immer etwas ausgebremst hat. Das lag wohl daran, dass Averys Gefühle in der Hinsicht gar nicht bei mir ankamen und ich so in dieser Beziehung nicht mitgefühlt habe. Manches fand ich auch ein wenig übertrieben, beziehungsweise die Erklärung dafür im Anschluss dann nicht stark genug. Das Ende hat mich so echt überrascht und kann ich nicht wirklich sagen, ob ich es gut fand, da für mich noch viele Fragen offen sind, die dann hoffentlich noch geklärt werden. 

 

Fazit: „Never Trust evil“ war komplett anders als erwartet. Milas Schreibstil war wie immer toll, die Atmosphäre düster und rätselhaft und Avery eine echt besondere Protagonistin. Die Geschichte war so spannend, wie verwirrend, konnte mich fesseln und hat gleichzeitig aus unfassbar viel Chaos bestanden. Ich war die ganze Zeit auf der Suche nach einem Sinn bei all den seltsamen Geschehnissen, die mir manchmal auch zu überspitzt waren, doch war die Spannung echt hoch und brauche ich wirklich einen zweiten Band, um all die Fragezeichen in meinem Kopf aufzulösen.


Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar. 

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