Autorin: Jessa Hastings
Verlag: Knaur
Seitenzahl: 544 Seiten
Zeitraum: 06.09. - 14.09.
Bewertung: 2,5 Sterne
Band 2
Inhalt:
Alles, was sich die 20-jährige Daisy Haites wünscht, ist ein normales Leben. Aber das ist für sie einfach nicht drin: Ihr Bruder Julian ist Londons mächtigster Gangsterboss, und seine Geschäfte machen Daisys Leben ... kompliziert. Ihre Lage wird nicht einfacher, als sie sich in den verboten attraktiven und emotional unerreichbaren Christian Hemmes verliebt.
Doch dann wird aus Freundschaft langsam, aber sicher mehr und die beiden müssen entscheiden, ob sie den Sprung ins Ungewisse wagen.
Meine Meinung:
"Magnolia Parks" war leider gar nicht mein Buch, da ich Daisy und Christian aber bisher ganz interessant fand, wollte ich ihnen beiden noch eine Chance geben und hatte die Hoffnung, dass die beiden mich mit ihrer Geschichte mehr überzeugen könnten.
Jessa Hastings Schreibstil hat sich weiterhin locker und schnell gelesen, sie hat eine sehr angenehme Art zu Schreiben. So bin ich recht zügig voran gekommen und konnte das Buch auch nach ein paar Tagen beenden. Die Atmosphäre war etwas düsterer als die des ersten Bandes, nicht nur High Society und Glamour, sondern Kunstraub und Kriminalität, was ein wenig mehr Spannung mit sich gebracht hat.
Daisy ist eine eigenständige junge Frau, die sich durchsetzen kann und ihren eigenen Kopf hat. Trotzdem wird sie von ihrem Bruder behütet, was sie oft auch in ihrer Freiheit einschränkt und eine rebellische Seite aus ihr heraus holt. Sie ist Medizinstudentin und ist gut darin, Menschen zu helfen, weiß jedoch auch ihnen wehzutun und sich selbst zu verteidigen. Mir ist es in den meisten Momenten nicht so wirklich gelungen Daisy zu greifen, da ihre Handlungen für mich öfter etwas widersprüchlich waren und sie zwar mehr Tiefe gewonnen hat, als Magnolia und BJ in Band eins, jedoch in meinen Augen immer noch recht oberflächlich blieb. Besonders ihre Entwicklung und einige ihrer Entscheidungen gegen Ende waren da nicht nachvollziehbar für mich.
Christian mochte ich im ersten Band noch ganz gerne, auch wenn ich nicht viel über ihn wusste. Doch muss ich sagen, dass mir seine eigene Geschichte ihn leider echt unsympathisch gemacht hat. Er war mir stellenweise einfach viel zu aufdringlich und übergriffig, mehr auf sich selbst und sein Gefühlschaos konzentriert, als auf alles andere und auch nicht wirklich einsichtig, was seine Fehler angeht. Mir kam er sehr sprunghaft und recht charakterschwach, eher so der Mitläufer. In ihm steckt auch ein gebrochenes Herz und ist es für ihn nicht leicht, sich von Magnolia zu lösen, obwohl sein Herz längst einer anderen gehört.
Die Handlung klang echt vielversprechend und hat durch die Thematik auf jeden Fall auch Spannung in sich getragen. Alles um den Kunstraum und das Imperium von Daisys Bruder fand ich super spannend und gab es einige actionreiche und fesselnde Szenen. So hat Jessa Hastings für mich hier eindeutig einen stabileren Spannungsbogen aufgebaut. Die Liebesgeschichte hat es mir wieder nicht so ganz leicht gemacht. Anfangs war ich noch ganz gut gefesselt, fand die Dynamik zwischen Christian und Daisy auch interessant und war gespannt, auf ihre weitere Entwicklung. Dadurch, dass mir aber besonders Christian mit jeder Seite mehr auf die Nerven gegangen ist, wurden auch die Gefühle zwischen den beiden immer weniger greifbar. So richtig verstanden und gefühlt habe ich die beiden zsuammen nicht, es gab ein paar schhöne Momente, aber auch viel Hin und Her und viel Drama, das es in meinen Augen nicht gebraucht hätte. Dennoch hat mich das Buch eindeutig besser unterhalten und mitnehmen können als der erste Band, weshalb ich Daisy vielleicht nochmal eine Chance gebe.
Fazit: "Daisy Haites" konnte mit einem flüssigen Schreibstil, einer fesselnden Atmosphäre und einer abwechslungsreichen, spannenden Handlung überzeugen. Da Daisys Entwicklung für mich nicht ganz nachvollziehbar war, mir Christian irgendwann nur noch auf die Nerven gegangen ist und ihre Liebesgeschichte war interessant, aber nicht spürbar für mich war, hat mich das Buch nicht wirklich überzeugen, aber zumindest besser unterhalten können als der erste Band.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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