Donnerstag, 24. August 2023

Magnolia Parks

 



Autorin: Jessa Hastings

Verlag: Knaur

Seitenzahl: 512 Seiten

Zeitraum: 19.08. - 24.08.

Bewertung: 2 Sterne

Band 1 von 5



Inhalt:

Magnolia Parks und BJ Ballentine sind füreinander bestimmt. Das wissen alle in der Londoner High Society. Doch BJ, Englands meistfotografierter Bad Boy, hat Magnolia das Herz gebrochen.
Verzweifelt versuchen sie, übereinander hinwegzukommen, nur um am Ende immer wieder zueinander zurückzukehren. 
Doch als sorgsam gehütete Geheimnisse enthüllt werden, stellt sich für Magnolia und BJ die Frage, wie oft man ein gebrochenes Herz wieder zusammensetzen kann.


Meine Meinung:

Ich war echt neugierig auf "Magnolia Parks", da ich vorher einiges drüber gehört hatte und es auch nach mal einer echt anderes Liebesgeschichte klang. Leider war das Buch gar nicht meins.


Den Schreibstil von Jessa Hastings mochte ich gerne, er konnte mich gut durch die Seiten tragen und hat sich leicht lesen lassen. Auch hat sie ihre Art zu Schreiben gut der jeweiligen Sicht anpassen können. Ein extremer Sog ist in meinen Augen aber nicht aufgekommen und waren die Emotionen auch nicht wirklich greifbar für mich. 


Auch die Charaktere haben es mir nicht einfach gemacht. Mein Problem war nicht, dass sie nicht die Sympathischsten waren und auch nicht ihr Umgang miteinander, sondern dass sie für mich sehr oberflächlich blieben und dass ihre Handlungen so auch in keiner Weise nachvollziehbar für mich wurden. 

Magnolia ist eine extrovertierte Protagonistin mit einer Leidenschaft für Designerklamotten, die die Augen auf sich zieht, wenn sie einen Raum betritt. Sie steht auf Aufmerksamkeit und spielt mit den Gefühlen von anderen Menschen, da es ihr extrem wichtig ist, geliebt zu werden. Ihr Herz aber gehört BJ, was sie eigentlich nicht will, doch kommt sie auch nicht los von ihm. In manchen Momenten konnte ich ganz gut mit ihr fühlen, habe zumindest im Ansatz verstanden, was in ihr vorgeht. Insgesamt konnte ich aber keine Nähe zu ihr aufbauen.

BJ fand ich ehrlich gesagt einfach nur anstrengend. Für mich blieb er einfach total ungreifbar und unverständlich, weder konnte ich seine Gefühle und Gedanken verstehen, noch Magnolias Interesse an ihm verstehen, was ich super schade fand. Er ist ein selbstbewusster Typ, der es nicht schafft, sich von seinen schlechten Gewohnheiten loszureißen und innerlich immer weiter zerbricht, nach außen aber mit einem absoluten Arschloch-Verhalten auftritt und auch vor Gewalt nicht zurückscheut.

Auch der Freundesgruppe um die beiden herum konnte ich nicht viel abgewinnen. Wobei "Freundesgruppe" fast schon die falsche Bezeichnung ist, so wie sie manchmal miteinander umgegangen sind. Und genauso fand ich auch den Umgang der Freunde mit der Beziehung zwischen Magnolia und BJ besonders gegen Ende super schwierig. Über die Charaktere habe ich auch nicht mehr erfahren als welche Designerklamotten sie tragen, weil das immer das Erste und oft auch Einzige war, was Magnolia an anderen Menschen gesehen hat.


Ich war echt gespannt auf die Liebesgeschichte von Magnolia und BJ, eben weil sie so gewollt toxisch war und die beiden sich zwar lieben, aber dennoch so kaputt machen. Die Idee hat in meinen Augen echt viel Spannung versprochen, doch hat mir die Umsetzung dann echt nicht zugesagt. Leider konnte ich gar nicht mit Magnolia und BJ mitfühlen, habe nicht verstanden, was sie ineinander sehen und fand auch die Entwicklung der Liebesgeschichte am Ende nicht stimmig. Die beiden hängen aufeinander, aber versuchen voneinander wegzukommen, sie stoßen sich weg, können aber nicht loslassen, verhalten sich unfassbar schlecht dem anderen gegenüber und hoffen auf Verzeihung. Sie lieben sich und hassen, dass sie sich lieben, gleichermaßen. Und all das hätte wirklich Spannung haben können, aber kam bei mir emotional nichts davon an, weshalb das Ganze einfach nur anstrengend war. Leider hat es mir auch an dem Sog gefehlt, der so viele von der Story überzeugt hat, weshalb ich gar nicht böse war, als die letzte Seite gelesen war.


Fazit: "Magnolia Parks" war für mich vor allem eins - anstrengend. Jessa Hastings Schreibstil hat mir echt gut gefallen und die Idee um eine so toxische Beziehung fand ich auch spannend, doch hat mir die Umsetzung gar nicht zugesagt. Magnolia und BJ waren für mich so unnachvollziehbare Protagonisten, die wie alle anderen Charaktere oberflächlich blieben, die Liebesgeschichte weder stimmig noch emotional und der erhoffte Sog blieb auch aus. 

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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