Mittwoch, 6. März 2024

Der mexikanische Fluch

 



Autorin: Silvia Moreno-Garcia

Verlag: blanvalet

Seitenzahl: 416 Seiten

Zeitraum: 01.03.-06.03.2024

Bewertung: 3,5 Sterne

Einzelband



Inhalt:

Mexiko, 1950: Ein verstörender Brief führt Noemí in ein gespenstisches Herrenhaus im nebeligen Hochland. Dort lebt ihre frisch vermählte Cousine Catalina, die behauptet, ihr Mann würde sie vergiften. Ohne zu zögern reist Noemí nach High Place, dem Sitz der englischen Familie Doyle, in die Catalina überstürzt eingeheiratet hat. Doch das Ansehen der Doyles ist längst verblasst und ihr Herrenhaus zu einem dunklen Ort geworden. Gut, dass Noemí keine Angst hat – weder vor Howard Doyle, dem widerwärtigen Patriarchen der Familie, noch vor Catalinas eitlem Ehemann Virgil. Aber als Noemí herausfindet, was auf High Place vor sich geht, ist es fast zu spät, um von dort zu entkommen …


Meine Meinung:

Da "Der mexikanische Fluch" nicht ganz in meine übliche Buchauswahl geht, mich der Klappentext aber sehr neugierig gemacht hat, war ich gespannt, was mich erwartet, hatte aber gleichzeitig auch keine allzu hohen Erwartungen an das Buch.


Der Schreibstil der Autorin konnte mich gut packen, er ist ein wenig düster, fesselnd und leicht zu lesen. Dadurch ist auch eine passende Atmosphäre aufgekommen, die mich mit Noemí in das alte Herrenhaus entführt hat. Die Beschreibungend des Settings hätten besonders anfangs ein wenig lebendiger und detaillierter sein können, nach und nach ist dann aber ein gutes Bild in meinem Kopf entstanden. So konnte allein das Setting der Geschichte ein wenig Spannung und eine düstere Aura schenken, da sich direkt die Frage stellt, was sich für Geheimnisse dort verbergen.


Noemí ist eine freiheitsliebende und selbstständige Frau, die ihren eigenen Weg geht und sich nicht so schnell verbiegen lässt. Ich mochte ihren starken Willen und dass sie mit ihrem klugen Kopf vieles nicht einfach hingenommen, sondern neugierig hinterfragt hat. Als sie dann aber wie ihre von Wahnvorstellungen geplagte Cousine von Albträumen heimgesucht wird, beginnt auch hier Realität und Illusion zu verschwimmen.


Die Geschichte startete für mich ein wenig schleppend und hat es etwas gebraucht, bis die Handlung so richtig Fahrt aufgenommen hat. Dann kam aber immer mehr Spannung auf, genauso wie die Frage, was in diesem Haus eigentlich vor sich geht. Es gab einige gruselige Momente, eine lange, entsetzliche Vergangenheit, die sich um dieses Gebäude rankt und Geheimnisse, denen Noemí nach und nach auf die Spur kommt. Ich fand es spannend, sie dabei zu begleiten und hat besonders das letzte Drittel nochmal einen starken Sog mit sich gebracht. 


Fazit: Nach einem etwas schleppenden Einstieg eine packende, unheimliche Geschichte mit einer düsteren Atmosphäre, vielen Geheimnissen und einem besonders im letzten Drittel fesselnden Sog.





Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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