Autorin: Lorena Schäfer
Verlag: One
Seitenzahl: 416 Seiten
Zeitraum: 15.01. - 16.01.2024
Bewertung: 4 Sterne
Band 2 von 3
Inhalt:
Seit Billie nach ihrem Highschool-Abschluss Emerald Bay überstürzt verlassen hat, pilgert sie als Straßenmusikerin mit ihrem Van durch ganz Australien. Als ihre Großmutter Phoebe einen Unfall hat, zögert sie nicht lang: Mit gemischten Gefühlen kehrt Billie in das kleine Küstenörtchen zurück, um ihr die nächsten Monate zu helfen und ihre Reise danach fortzusetzen. Schnell merkt Billie jedoch, dass sich seit ihrem Aufbruch Vieles verändert hat. Sie beginnt Emerald Bay mit anderen Augen zu sehen und fängt an, sich in ihrer alten Heimat wohlfühlen. Doch dann steht sie plötzlich ihrer ersten großen Liebe Nathan gegenüber, und der Schmerz der Vergangenheit holt sie endgültig ein. Schließlich muss Billie sich entscheiden: Wohin gehört sie wirklich? Und kann es noch eine Chance für sie und Nathan geben?
Meine Meinung:
Emerald Bay und seine Bewohner habe ich schon im ersten Band super gern gewonnen und mich deswegen sehr gefreut zu ihnen zurückzukehren. Und auch in „The Waves we catch“ konnte ich wieder in eine bezaubernde Atmosphäre und in eine schöne Geschichte eintauchen.
Lorena Schäfers Schreibstil hat mir wieder gut gefallen. Sie schreibt auf eine schöne und leicht lesbare Art, ohne große Schnörkel, aber mit treffenden Beschreibungen und einer schönen Emotionalität. Auch den Humor, der in vielen Gesprächen steckt, mochte ich wieder sehr und bin ich durch all das wieder sehr schnell durch die Seiten gekommen. Auch das Setting hat es mir leicht gemacht, mich in der Geschichte zu verlieren. Emerald Bay ist ein traumhafter Küstenort, der mich mit seiner Nähe zum Meer und den dadurch verbundenen Momenten dort, mit seiner heimeligen Atmosphäre und natürlich auch seinen Bewohnern verzaubern konnte.
Nathan mochte ich im ersten Band schon gerne und war sehr gespannt, ihn jetzt besser kennenzulernen. Er ist ein lebensfroher und sympathischer Typ, mit einer hilfsbereiten Ader und einer lockeren, humorvollen Art. Dennoch trägt er auch ein gebrochenes Herz in sich, da er nicht nur Billie, sondern auch das Surfen, seine große Leidenschaft, verloren hat. Seine Entwicklung hat mir super gut gefallen und war es schön, ihn dabei zu begleiten, wie er Schritt für Schritt wieder mehr er selbst wurde.
Über Billie gab es bisher nur ein paar Andeutungen und war ich neugierig, sie kennenzulernen und besonders auch zu erfahren, weshalb sie Nathan und Emerald Bay verlassen hat. Ich mochte ihre freiheitsliebende, Art und ihre Leidenschaft und Träume ungebunden zu reisen, die sie sich auch mit ihrem Van verwirklichen konnte. Doch lasten auch einige Geschehnisse der Vergangenheit auf ihr, die sie damals dazu getrieben haben Emerald Bay zu verlassen. Ich mochte sie eigentlich sehr gerne, im Verlauf der Story war sie mir dann aber doch etwas zu festgefahren und ihre Entwicklung nicht immer ganz nachvollziehbar.
Ihr Hund Lewis war totaler Zucker, es war super schön, wieder einiges von Ivy und Taylor mitzubekommen und auch Charaktere wie Isla haben die Geschichte bereichert. Insgesamt mochte ich die Dynamik zwischen den Charakteren sehr gerne, die Freundschaften zwischen ihnen, die voller Leben sind, und die Liebe, die sie auf so verschiedene Weise verbindet.
Die Rückkehr nach Emerald Bay ist mir sehr leicht gefallen und konnte mich die Handlung schnell abholen. Die Mischung aus den Rückblicken in die Vergangenheit, aus den erneuten Zusammentreffen zwischen Nathan und Billie und ihren Gefühlen, die dadurch wieder angefacht werden, aus den Momenten am Meer, den persönlichen Charakterentwicklungen, den Szenen in der Freundesgruppe und vielem mehr hat der Geschichte eine schöne Abwechslung gegeben. Auch die Liebesgeschichte hat sich schön in das Ganze eingefügt. Billie und Nathan verbinden eine schöne Vergangenheit und viele gemeinsame Momente, aber auch der Schmerz ihrer Trennung und viel Ungeklärtes. Es war schön, wie die beiden sich wieder näher gekommen sind, sich einander öffnen konnten und füreinander da waren. Die Gefühlen kamen nicht super stark bei mir an, aber es gab einige süße Momente zwischen ihnen. So war die Geschichte der beiden einfach eine super schöne Geschichte zum Fallenlassen und Wegträumen.
Fazit: "The waves we catch" konnte mich wie der erste Band mit einer super schönen Wohlfühl-Atmosphäre, einem traumhaften Setting, einem lockeren Schreibstil, einer lebendigen Dynamik zwischen den Charakteren und einer abwechslungsreichen Story mit vielen schönen Momenten begeistern. Der dritte Band der Reihe kann also schnell kommen!
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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