Autorin: S. T. Bende
Verlag: One
Seitenzahl: 448 Seiten
Zeitraum: 25.06. - 27.06.
Bewertung: 3,5 Sterne
Band 1 von 4
Inhalt:
Die 18-jährige Mia Ahlström liebt Ordnung und Regeln. Mit ihrem Ehrgeiz hat sie es sogar an die renommierte Redwood State University geschafft. Und obwohl Mia auch ihr Happy End in Sachen Liebe finden möchte, liegen ihre Prioritäten woanders. Deshalb erwischt es Mia auch völlig kalt, als sie auf einer Collegeparty Tyr Fredriksen kennenlernt. Der selbstbewusste Schwede erobert ihr Herz im Sturm. Doch dann erfährt Mia, dass Tyr kein Geringerer ist als der nordische Gott des Krieges, der sich auf der Erde versteckt, um ein wertvolles Relikt Asgards zu schützen. Mia muss sich entscheiden: Will sie Tyr in ihr Leben lassen und damit ihrem sonst so geregelten Leben den Rücken kehren - oder nicht?
Meine Meinung:
Da ich schon immer super interessiert an den verschiedenen Mythologien war, lese ich auch unfassbar gerne Bücher darüber. So war ich sehr gespannt auf "Fate & Darkness" und darauf, wie die nordische Mythologie in der Geschichte eingebaut sein würde.
Der Schreibstil von S. T. Bende hat sich gut lesen lassen und habe ich recht schnell in die Geschichte reingefunden. Für mich war es jetzt kein Schreibstil, der mich komplett umgehauen hat, aber er hatte eine angenehme Leichtigkeit inne und hat mich gut durch die Seiten getragen. Durch die skandinavischen Wörter, die manchmal in den Text eingebaut wurden, war das Ganze auch noch ein wenig authentischer. Die Verknüpfung von Realität und Mythologie hat mir echt gut gefallen, auch wenn ich mir dort stellenweise noch ein wenig mehr gewünscht hätte.
Mia wird aus ihrem normalen Leben in die Welt der nordischen Mythologie mit all ihren Gefahren, aber auch Wundern geworfen. Nach und nach bekommt sie mehr Informationen und erfährt, in was sie dort eigentlich hineingeraten ist, wobei ich ihren Umgang mit der ganzen Situation echt gerne mochte. Sonst war sie eine sehr neugierige und offene Protagonistin, die auch ganz schön dickköpfig sein kann und sich zu behaupten weiß. Ihre Besessenheit mit Ordnung und Struktur fand ich manchmal dann doch auch anstrengend, da sie teilweise auch echt überreagiert hat und bin ich auch insgesamt irgendwie nicht so ganz warm geworden mit Mia.
Tyr konnte mich da nochmal ein wenig mehr überzeugen. Als Gott des Krieges hat er schon einiges gesehen und erlebt, steht manchmal vor wirklich schwierigen Entscheidungen und hat sich so auch schon viele Feinde angesammelt. Sein Beschützerinstinkt ist wirklich extrem groß, was mir zeitweise auch sehr auf die Nerven gegangen ist, doch gibt er wirklich alles, um die zu beschützen, die ihm wichtig sind. Macnhaml hätte ich mir ein wenig mehr Ehrlichkeit und Verständnis vonhim gewünscht, mochte seine liebevolle und humorvolle Art aber insgesamt sehr gerne.
Von den anderen Charakteren mochte ich besonders Brynn mit ihrer positiven und energievollen Art sehr gerne, und auch Henrik hat mich sehr neugierig gemacht, weshalb ich mich schon sehr auf ihre Geschichte freue.
Auch wenn mich die Handlung thematisch sehr schnell überzeugen konnte, habe ich ein wenig gebraucht, um wirklich in der Story anzukommen. Zwar ist schon einiges passiert, so richtig packen konnte mich die Geschichte aber erst etwa ab der Hälfte, als für mich endlich mehr Spannung aufkam. Einige kleine Dinge waren nicht ganz logisch für mich, sonst war die Geschichte aber sehr stimmig und habe ich sie besonders hinten raus sehr gerne gelesen. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht so sehr mitreißen, was wohl auch an meine nicht so guten Verbindung zu Mia lag. Dennoch gab es einige süße Szenen und schöne Entwicklungen zwischen den beiden und war spürbar, dass sie trotz all den Unterschieden gut zusammen passen. Ich hätte mir gewünscht, dass Tyr Mia noch ein wenig mehr Freiraum und Ehrlichkeit gegeben hätte, auch wenn ich ihn in einigem gut verstehen konnte.
Insgesamt bin ich aber immer gut durch die Seiten gekommen und obwohl oder gerade weil es noch Luft nach oben für mich gab, bin ich sehr gespannt, auf den zweiten Teil.
Fazit: „Fate & Darkness“ war ein schönes Buch, in dem Mythologie und Realität auf tolle Weise verknüpft wurden, das mich besonders in der zweiten Hälfte fesseln konnte und das mich insgesamt gut unterhalten hat. Mit Mia bin ich nicht ganz warm geworden, Tyr mochte ich da etwas mehr und insgesamt hat es mir einfach ein wenig an Tiefe und anfangs an Spannung gefehlt. Doch freue ich mich sehr auf Brynns und Henriks Geschichte.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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