Autoren: Dirk Rossmann & Ralf Hoppe
Verlag: Lübbe
Seitenzahl: 608 Seiten
Zeitraum:
Bewertung:
Band 2 von 2
Inhalt:
Das Jahr 2029, die Klimakatastrophe ist da, und die Menschheit kämpft ums Überleben. Die Klima-Allianz, ein Bündnis der großen Machtblöcke, will Chaos und Hungerkriege verhindern. Ihr wichtigstes Instrument: ein Supercomputer.
Doch dann fällt dieser Quantencomputer in die Hände eines ebenso brillanten wie besessenen Verbrechers. Und plötzlich sind da nur noch zwei Menschen, die das Allerschlimmste verhindern müssen - Thomas Pierpaoli, ein kleiner Beamter, und Ariadna, eine temperamentvolle Millionärin. Gejagt und in Gefahr - und mit nur einem Ziel vor Augen: die Welt zu retten.
Meine Meinung:
Ich lese eher selten Thriller, aber hat mich "Der Zorn des Oktobus" sofort angesprochen, weshalb ich gespannt war, was mich darin erwarten würde. Die Geschichte konnte mich auch wirklich überzeugend, war spannend, authentisch, fesselnd konzipiert und lehrreich.
Das Buch nimmt einen mit in eine nahe Zukunft, in der die Klimakrise wie zu erwarten noch präsenter ist als heute. Man steigt sofort in das Geschehen ein, wodurch ich ein paar Seiten gebraucht habe, um mich in der Story zurechtzufinden, doch dann konnte sie mich total fesseln. Die verschiedenen Perspektiven haben einen sehr vielschichtigen Blick auf alles ermöglicht und sodass auch durch die Perspektivwechsel nochmal mehr Spannung aufkam. Auch der Schreibstil selbst konnte mich schnell überzeugen und war er sehr leicht und schnell zu lesen, genauso aber sehr informativ und sehr präzise. So fand ich besonders all die Informationen und Details zum Quantencomputer und weitere wissenschaftliche Ansätze immer super gut und interessant beschrieben, sodass das Buch allein in diesen Punkten schon echt lehrreich war.
Ariadna und Thomas waren sehr unterschiedliche Protagonisten, die aber gleichermaßen in alles verstrickt werden. Ariadna mochte ich mit ihrer direkten Art und ihrem Temperamten wirklich super gerne und auch Thomas konnte mich als Charakter echt überzeugen. Sie beide waren für mich super authentisch ausgearbeitet, sodass auch ihre Handlungen und Gedanken für mich meistens sehr gut nachvollziehbar waren. Genauso mochte ich das Zusammenspiel der beiden echt total gerne, da sie sich trotz ihrer Verschiedenheiten sehr gut ergänzt haben.
Mir hat der Aufbau der ganzen Story sehr gut gefallen, von Anfang an ist eine starke Spannung aufgekommen, die auch die meiste Zeit sehr konstant war. Die ganze Geschichte war sehr vielschichtig, da nie nur eine Seite gezeigt wurde, die Licht - und Schattenseiten, Lügen und Bündnisse, die sich überall finden. Das Buch gibt einem viele neue Denkansätze, vor allem mit Sicht auf den Klimawandel und den Kampf dagegen. Doch auch so haben die Autoren alles auf eine schonungslose, ehrliche Art und immer sehr differenziert dargestellt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und habe daraus auch auf jeden Fall einiges mitgenommen.
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.
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